Schon der Weg war voller Vorfreude. Am 9. Januar 2026 machten sich die Kindergarten- und Krippenkinder auf den Weg zum Vereinsheim nach Schainbach – ein Weg, der für viele kaum auszuhalten war, so groß war die Spannung. Alle wollten nur eines: endlich das Theaterstück sehen.
Punkt 10 Uhr war es dann so weit. Die Schaubühne Augsburg entführte die Kinder mit dem Stück „Irgendwie anders“ in eine liebevoll erzählte Welt voller Gefühle, Fragen und Hoffnung. Im Mittelpunkt stand ein kleines, undefinierbares Wesen, das allein auf einem Berg in einem Häuschen lebt. Es sieht anders aus als die Tiere in seiner Umgebung – und wünscht sich doch nichts sehnlicher, als dazuzugehören.

Mit einfachen Bühnenbildern, klaren Handlungen und einem ausdrucksstarken Spiel gelang es den Schauspielern, die Kinder sofort in den Bann zu ziehen. Lieder, lebendige Dialoge und viel Nähe zum Publikum machten das Stück zu einem besonderen Erlebnis. Die Kinder fieberten mit dem einsamen „Irgendwie anders“, lachten über den aufgedrehten Hasen, staunten über den hochnäsigen Pelikan und die eingebildete Giraffe – Figuren, die spielerisch, aber dennoch realistisch dargestellt wurden.

Und dann das bewegende Ende: „Irgendwie anders“ findet einen Freund, der ihm gleicht – und ihn genau so annimmt, wie er ist. Eine einfache, aber tiefgehende Botschaft, die bei den kleinen Zuschauern sichtbar ankam. Akzeptanz, Rücksichtnahme und ein respektvolles Miteinander wurden altersgerecht vermittelt – nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit Herz.

Die Kinder waren begeistert, lachten, riefen, machten mit. Die Schaubühne bezog sie aktiv ins Geschehen ein – sogar das Kindergartenpersonal wurde kurzerhand Teil der Geschichte, als der „Schnuffelpuff“ gesucht wurde. Ein Moment, der für viele ein Lächeln hinterließ.

Aufgrund der laufenden Renovierungsarbeiten im eigenen Haus durften wir auf das Vereinsheim in Schainbach ausweichen. Der Raum bot ausreichend Platz für alle und wurde von der Bühne wunderbar ausgefüllt – ein Ort, an dem sich an diesem Vormittag Gemeinschaft und Wärme spürbar entfalten konnten.

Ein herzliches Dankeschön gilt der Schaubühne Augsburg für dieses berührende Theatererlebnis. Ebenso bedanken wir uns beim Elternbeirat, der die Kosten für alle Kinder übernommen hat. Unser Dank geht außerdem an Christof Beck vom Schützenverein Hubertus für die Nutzung des Heimes, an Gerda Harlander für das Reinigen der Räumlichkeiten sowie an Kristina Geier für das Auf- und Zusperren.
Dieser Vormittag hat gezeigt: Anders zu sein ist kein Makel – manchmal ist es genau das, was verbindet.

